Da Regenwurm

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Regenwurm
Zusammenfassung
81 Da Regenwurm

ein Liebesgedicht
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Da Regenwurm kriacht durch feichte Gros,
ois is no vom Regen nos,
die Ean is woach – so mog as gean!
Es schaugg sie guat – soid a scheens Tagei wean.

Auf oamoi sicht a auf da onan Strossenseiten
a Regenwurmdame – de tat a gern begleiten!
Er biag schorf o – denkt sie, des homma glei –
do iwa die Stross ummigeh, do is sicher nix dabei!

Der Asphalt is hoas, die Sunn brennt her,
er weascht gonz matt, an galing ku er nimma mehr!
Auf oimoi gspiad a zwoa Finga, die’n sanft umfossen –
und eam nehm seiner Regenwurmdame oachalossen.

I hu a oan khobb, der irgendwo do obn huckt
und wiar i foisch unterwegs gwen bi, hot a si buckt,
hot mi ummighobn und bei dir ochalossen –
i ku mein Glick bis heit no nit gonz fossen!

Beschreibungen und Ausdrücke

Ean = Erde
woach = weich
scheens Tagei = schöner Tag
homma = haben wir
iwa = über
ummigeh = hinüber gehen
an galing = nach einiger Zeit
spiad = spürt
ochalossen = herunterlassen
i hu oan khobb = ich habe einen gehabt
huckt = sitzt
wiari = wie ich
foisch = falsch
gwen = gewesen
ummighoben = hinüber gehoben
ochalossn = heruntergelassen