Die Diamantene

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Zusammenfassung
29 Die Diamantene

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Sechzg Jahr send Lois und Lis a Paarl,
s’geht er guat zsamm – nach oi die Jahrl.
Bei so an Jubiläum – da geht’s rund,
vor oien wenn d’ Jubilar send gsund!
 
An Sunntag geit’s a Kirchentreffen,
mit’d Kinder, Enkel, Tanten, Neffen,
a Jeder der die Zwoa gut kennt,
kimm zu da Zehnmess’ u‘grennt.

Da Pfarrer predigt vom „Zusammensein“
und dass „der Zusammenhalt in der Familie“ is so fein.
Da Burgamoaster mit’n Fotografen springt
damit die Zeitung a gwiss a Foto bringt.

Gessen und Trunken waescht – Wein gib’s fiar an Jedn,
Gedicht waern aufsag, es gib a paar Redn,
oide Gschichten wearn dazöht – nit oi ganz wohr –
aber irgendwann ist’d Feier gor.

Schee is gwen – das Glück ist gross.
Da Dati schliaft aus seiner Hos –
Krawatt’n weck – die Doggeln kricht
kugelt auf’s Sofa – is scho an Gschicht.

Bei Kropfkettn aufmachen zwickt er Mamm, der Lapp,
sie is froh dass weck is – war scho a wenk knapp.
Huckt si neben eam und schäut an Radio ein –
war decht a wenk anstrengend – aber so is jetzt fein.

Wa scho schee, wenn ma des ois so gsund dalebat!
Er tats sie gern ohoisn, boid a an Arm aufdahebat.
Sie loand sie ummi, es is so gstierscht,
bis dass s’an linken Hax den Ischias gspierscht.

Die Zwoa huckn’s stad do –  a gonze Bois
bis Lis ummiflüstert zu ihr’n Lois:
„A dicker Schmatz jetzt’s Scheenste war –
oft kamm’s i mir fi, wia vor sechzg Jahr“

Da Lois si zärtlich ummikuschelt
und ihr bein Hois warm eichinuschelt:
„und jetzt bein Ohrwaschl beiss leicht zua,
so wia frira – dann gei i a Ruah!”

Auf oamoi weascht der Lois ganz starr,
schaugg drein, ois wia’r eam schlecht won war.
Hupft auf – und aussi is er scho’ bein Loch
die Lis schaut ihrem Schatzi noch.

„Lasst mi alloin – laffst mir davu -,
hu i dir ebbas Unkrecht’s tu?“
„Es geht nit um’s Kinna oder Woin -,
I muass zerscht die Zähnt vom Wasserglasl hoin!“

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