Die Jogdleidenschaft

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325 Jagd
Zusammenfassung
325 Gedicht Juli 2016
Die Jogdleidenschaft

nach einem Witz - Jägerlatein
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Da Sepp is Jager aus Leidenschaft,
er kümmert si um’s Wüd mit gonzer Kraft,
bei seiner Frau dahoam is nit gonz vüh,
a Grund, warum sie an Jogdschei mochen wüh!

Sie leand, die Prüfung is jo koa Problem,
is stoiz, jetz derf’s die Flinten hebn
und geht des easchte Moi in Woid,
es schaugg so aus, dass des an Sepp a g’foid.

Er zoag ihr, wia ma in Deckung geht
und wia ma richtig zum Wüd histeht,
erkleaschd ihr, wos is waidgerecht,
wei sie a guade Jagerin wean mecht!

„Wennst g’schossen host, donn wa’s hoid fei,
zum Wüd hin, soidst die easchte sei!
Dein Besitzanspruch entsprechend deponian,
siehst ku des zu unendliche Diskussionen fian!“

Noch an Boisei, donn is soweit!
Er siecht wia’d Lisi an Schuss ogeit
und wetzt wia narrisch hin zum Wüd,
da Sepp muas a wenk grinsen, is a lustig’s Büd!

Do heascht a a wüde Diskussionen mit an Monn,
des Wüdbred lieg hintan Stoan doscht bei da Tonn,
wem wos keascht, und wer hod in dem Foi recht,
und dass die Lisi ihren Hirschen hoben mecht!

Des ku’s, d’Lisi – sie ku schimpfen dass die Oan singa,
de Diskussion is fie den onan nid zun g’winga:
„Oiso guad, es is dein Hirsch – mir miassn zu oana Einigung kemma!
Owa wenigstens mein Sattel derf i scho midnemma!“

Beschreibungen und Ausdrücke

Der Sepp ist Jäger aus Leidenschaft,
er kümmert sich ums Wild mit ganzer Kraft,
bei seiner Frau der Lisi ist er nicht sehr viel,
ein Grund, warum sie den Jagdschein machen will!

Sie lernt, die Prüfung ist ja kein Problem,
ist stolz, jetzt darf sie die Flinte halten
und geht das erste Mal in den Wald,
es sieht so aus, als ob es dem Sepp auch gefällt.

Er zeigt ihr, wie man in Deckung geht
und wie man richtig zum Wild hinsteht,
erklärt ihr, was ist waidgerecht,
weil sie eine gute Jägerin werden möchte!

"Wenn du geschossen hat, dass wäre es fein,
zum Wild hin, sollst du die erste sein!
Deinen Besitzanspruch entsprechend deponieren,
sonst kann das zu unendlichen Diskussionen führen!"

Nach einer Weile ist es dann soweit!
Er sieht wie die Lisis einen Schuss abgibt
und läuft wie närrisch hin zum Wild,
da Sepp muss ein wenig grinsen, ist ein lustiges Bild!

Dann hört er eine wilde Diskussion mit einem Mann,
das Wildbred liegt hinter einem Stein dort bei der Tanne,
wem was gehört, und wer hat in diesem Fall recht,
und dass die Lisi ihren Hirschen haben möchte!

Das kann sie, die Lisi, sie kann schimpfen dass die Ohren singen,
die Diskussion ist für den anderen nicht zu gewinnen:
"Also gut, es ist dein Hirsch - wir müssen ja zu einer Einigung kommen!
Aber wenigstens meinen Sattel darf ich schon mitnehmen!"