Die Tür

Das Bild zum Gedicht

Tuer
Zusammenfassung
264 Die Tier (die Türe)
das Gedicht als Weihnachtswunsch 2013

Bild Maler Kurt Pikl
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Zu Weihnachten wean a so vüh Wünsche g’schriebn,
fie mi is fost nix mehr iwrigblieben!
Is wia mit’n G’schenk kaffen – mia hommb oi so vüh,
ma woas ja nimma, wos geben, wos da onare wüh!

I winsch da, dass’d ebban findst, der Dei Liab aufnimmb,
der mit offene Orme auf Di zuakimmb,
der da in d’Augn schaut, muas nit vüh sogn,
der woas, dass’dn geanhost, ohne vü Frogn!

Der die umormb, boidst Du des wüst,
dass’d den sei Zuaneigung zu Dir fühst,
dass da wer Zeit schenkt – nur Dir aloa!
bei dem die u’loan kust –  Du woast sicha wos i moa!

Dass’d soim gnuag Liab host, des’d ebban onan schenkst,
nit long suachen muast, an wen Du da denkst,
dass’d ebban d’Hand reichst, der genau Dei Hand wüh,
ebban Dei Heaschtz schenkst, do weaschtz donn Stüh!

Is gleich, wonn enk die Zachal ocharinna,
oafach zur Weihnachtszeit wieda amoi b’sinna,
wei oas is gonz sicher, do host mei Wort drauf:
Die Tür zun eigenen Glick geht owei nach außen auf!

Beschreibungen und Ausdrücke

wean so vüh = werden so viele
fie mi is fost nix = für mich ist fast nichts
mehr iwrigbliebn = übriggeblieben
mia hommb oi so vüh = wir haben heute alle so viel
ma woas ja nimma = man weiß ja nicht mehr
wos da onare wüh = was der andere will
i winsch da = ich wünsche Dir
ebban findst = jemanden findest
dass'dn geanhost = dass Du ihn gernhast
ohne vüh Frogn = ohne viel Fragen
umormb = umarmt
boist Du des wüst = wenn Du das willst
dass'd den sei = dass Du den seine
nur Dir aloa = nur Dir alleine
Dei Wond zun u'loan = Deine Wand zum Anlehnen
wos i moan = was ich meine
dass'd soim = dass Du selber
ganuag Liab = genug Liebe
des'd ebban = die Du jemanden
onan = anderen
nit long suachen = nicht lange suchen
Heaschtz = Herz
weaschtz = wird es
wonn enk = wenn Euch
die Zachei = die Tränen
ocharinna = herunterlaufen
wei oas is = weil eines ist
die Tier = die Türe