Die Webbs

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buttermilch
Zusammenfassung
179 Die Webbs 2010

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Jetz is a da, da Summa!
Auf oamoi send wieda d’Frembn umma.
A wenk wondan, oda an Schwarzsee bodn,
oda oafach nix toa – des ku a nit schodn.

Der Hans-Jürgen woid hoia amoi wos onas hom
und mocht Urlaub am Bauernhof im Keglagrom.
Die Henna, die Kaiwi und die frische Luft,
er mog amoi Nixtoa und vom frischen Hei den Duft.

A scheena Tog, er geniest die Rua,
schaugg der Hans-Jürgen die Kia bein Grosen zua.
Auf oamoi is a Webbs bei da kuschzen Hosen auffikrochen
und hot an Hans-Jürgen in sein Pimpi g‘stochen!

Des hot wehtu! Er muas Hilfe hoin,
dawei weascht a untumma schon gonz gschwoin!
Da Bauer lafft um a koide Buttamüch ins Haus
dawei ziacht si da Hans-Jürgen amoi die Hosn aus.

Da kimmb die Tochter von Bauern, aufgschreckt  von dem Gschroa,
denkt sie, vielleicht ku i hoif‘n, ku ebbas toa!
Des Büd mit’n Hans-Jürgen is ja g‘schdiascht
s’Dianei schaugg sie des amoi u, is interessiascht!

An Hans-Jürgen is des furchtbar peinlich gwen:
„Na Mädchen, sowas hast Du wohl noch nie gesehen?“
„Woi, woi, wos ma damit so toa ku – da bi i scho im Büd!
Wos i no nia gsegn hu, is wia ma den danach wieda füd!“

Beschreibungen und Ausdrücke

Summa = Sommer
d'Frembn = die Fremden/Urlauber
wondan = wandern
bodn = baden
oafach nix toa = einfach nichts tun
schodn = schaden
hoia = heuer
onas hom = anderes haben
Keglagrobn = Köglergraben
Henna = Hühner
Kia = Kühe
Webbs = Wespe
Pimpi = Penis
untumma = unten herum
gschwoin = geschwollen
koide Buttamüch = kalte Buttermilch
ziacht si = zieht sich
Gschroa = Geschrei
ku i hoifn = kann ich helfen
ku ebbas toa = kann etwas tun
des Büd = das Bild
gschiascht = sonderbar, lustig
s'Dianei = das Mädchen
woi, woi = doch, doch
toa ku = machen kann
bi i scho im Büd = bin ich schon im Bilde
wos i no nia gsegn hu = was ich noch nie gesehen habe
wia ma den danach = wie man ihn danach
wieda füd = wieder füllt