D’Liab

Da kloane Franzi stroiht iwas gonze G’sicht
und vazöht seiner Mama a nette G’schicht.
Er kuschelt si eichi auf ihr’n Schoß
und nocha leg er a scho richtig los:

„Die Lisi is heit in da Schui zu mir herkemma
und woit mi auf des kloane Bankei midnemma.
Sie hod oiwei wieder zu mir ummag’schiaglt,
des hu i g’sechen, wei des Fensta spiaglt.

Irgendwie is ma viekemma, es weascht so worm,
sie leg ma ihr kloas Hantei auf mein Orm,
a G’füh wia a Warmflosch auf mein Bauch,
die i adiam amoi zun Einschloffen brauch.

Sie hod ma vo ihrer Jausen die Karotten geben,
wei’s bei da Lisi dahoam jo eher vegetarisch leben.
Dafie hu i ihr die hoiwe Specksemmi ummiglong,
do hod’s mi u’gstroiht und hod zun Lochen u’gfong.

In da Pause sen ma unta die Baam ummigonga,
sie hod mei Handei k’hoiten, do hods zun Wurrln u’gfonga,
mia hommb ins hinta die Bisch ummik’huckt,
auf oamoi hod’s ma a gonz a fei’s Bussl auffidruckt!

Mama, is des die Liebe, vo der ma oiwei wieda heaschd
und ois Dawoxna auf amoi so komisch weaschd?
Mei kloas Heaschzei des pummpat gonz schee laut,
boid ma die Lisi in die Augen schaut!

Dass i die Lisi heirat, des woas i genau!
Es gib koan Zweifi, dass i mi des z’frogen trau!“
Die Mama streichit s’Biawei iwa d’Hoor,
das er des nid wissen ku, des is ihr klor:

„So oafach is des owa nid, mei liawa Bua!
Zun Heiraten, do kean oiwei zwoa dazu!“
„Jo woast Mama, des find i iwahaupt nid schlimm,
wei ich oafoch die Elena a no dazua nimm!“