Eisprung

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Ultraschall1
Zusammenfassung
318 Eisprung
Gedicht Monat April 2016

mein Beitrag zum Weltfrauentag am 8.März

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Die Lisi und da Hans hommb an scheen Wunsch, wia i hoit find:
Sie wünschen si nix sehnlicher wir a Kind!
Send gonz vazweifit, wei si gornix tuat,
is ja komisch, wei im Bett, do klappt’s jo guat!

Oi zwoa send scho bein Dokta gwen!
Der hot owa bei oi zwoa koa Problem dasegn,
in ihra Vazweiflung prowian’s hoit weida,
a wenk loggara sei, wa vielleicht g’scheida.

Die Lisi fiad genau Buch, wonn’s an Eisprung hod,
a Chance vasamma war so schod,
do gibb’s fien Hans koan Kegelabend mehr,
am Kühlschrank pickt a Zeddei – dann muas a her!

So gehts scho monatelong dahi,
des ku nid befriedigend sei, kamm mia hoit vie,
da Hans kimmb sie vie wia da Gemeindestiar,
hot direkt Angst vom Hoamgeh vazöht a mir!

Irgendwann is nimma so stressig, hod a des Gfüh,
denkt sie, dass die Lisi vielleicht decht aufgebn wüh,
sogg owa nix, is eigentlich froh,
es weascht wieda normal, des passt eam so.

Noch a poor Wochen – da Hans ligg no im Bett,
bring die Lisi s’Fruahstuck, des find a nett!
Sitzt si zu eam auf’s Bett, des tuat eam taugn,
do sicht a, d’Lisi hod ja Tränen in die Augn!

Er nimms in Arm, die Wärm is fei
und rätselt, wos des Problem kunnt sei,
sie bring koa Wort aussa – die Emotion is groß,
da Hans ku si nix zommreima, wos is da los?

Sie greift hint ummi noch’n Büd vom Ultraschoi
und tuat an tiafen Schluchza no amoi,
da Hans is auf oamoi richtig munta won,
„Sog Lisi, um wia vüh z’schnoi bist desmoi g’fohn?“

Beschreibungen und Ausdrücke

Die Lisi und der Hans haben einen schönen Wunsch, wie ich halt finde:
Sie wünschen sich nicht sehnlicher als ein Kind!
Sind ganz verzweifelt, weil sich garnichts tut,
ist ja komisch, weil im Bett da klappt es gut.

Alle zwei sind schon beim Doktor gewesen!
Der hat aber bei allen beiden kein Problem gefunden,
in ihrer Verzweiflung probieren sie halt weiter,
ein wenig lockerer zu sein wäre vielleicht gscheiter.

Die Lisi führt genau Buch, wann sie den Eisprung hat,
die Chance zu versäumen wäre so schade,
da gibt es für den Hans keinen Kegelabend mehr,
am Kühlschrank pickt ein Zetterl, dann muss er her!

So geht es schon monatelang dahin,
das kann nicht befriedigend sein, kommt mir halt vor,
der Hans kommt sich vor wie der Gemeindestier,
hat direkt Angst vom Nachhausegehen, erzählt er mir!

Irgendwann ist es nicht mehr so stressig, hat er das Gefühl,
denkt sich, dass die Lisi vielleicht doch aufgeben will,
sagst aber nichts, ist eigentlich froh,
es wird wieder normal, das passt ihm so.

Nach ein paar Wochen - der Hans liegt noch im Bett,
bringt die Lisi das Frühstück, das findet er nett!
Sitzt sich zu ihm aufs Bett, das gefällt ihm gut,
da sieht er, die Lisis hat ja Tränen in den Augen!

Er nimmt sie in den Arm, die Wärme ist fein
und rätselt, was das Problem sein könnte,
sie bringt kein Wort heraus, die Emotion ist groß,
da Hans kann sich nichts zusammenreimen, was ist da los?

Sie greift nach hinten nach dem Bild vom Ultraschall
und macht noch einen tiefen Schluchzer noch einmal,
da Hans ist auf einmal richtig munter geworden,
"Sag Lisi, wie viel zu schnell bist Du dieses Mal gefahren?"