Entscheidung

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himmelstuer
Zusammenfassung
141 Enscheidung 2009

warum sich der Naz so schwer getan hat, in den Himmel zu kommen - nach einem Witz
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„Geh Petrus – geh du zur Tiar hi –
i ku jetz nit, wei i krad bein Kaffemochen bi“.
Drausst steht da Natz awenk vaschreckt,
hätt si an liabsten hinter da Himmistiar vasteckt.

„I bi da Naz, sie hommb mi g‘schickt“.
Da Petrus wü eam d’Hand geben und er nickt.
Aufoamoi mocht da Naz an groassn Satz
und da Petrus steht alloa da auf’n Himmelsplatz.

Dauascht‘z nit long, klopft da wieda u:
„I bi da Naz und mecht wissen, ob i do bleibn ku“.
Zack – sie sechen krod no wira aussizischt,
dass von Fahrtwind direkt die grosse Keschz valischt.

„Sog amoi Petrus – wos soid denn des?
Boid der ins pflanzn wü, donn wear i bes!“
„I schaugg glei, muas nua in da Woikn no a Lechei mochen“.
Wira sicht, was da untn los is muas a lochen!

Da Natz hot in sein Rausch a Auto iwasegn
und is im Strossengroben in glegn!
Da Fleischkas und s’Bier is nit recht untenbliebn,
er hot nebn sich an Strassengrobn eichigspiebn.

„I sich, dass da Notarzt Mund-zu-Mundbeatmung mochen mecht
owa von dem Schnapsstank weascht eam oiwa wieda schlecht.
Drum is a oamoi obn bei uns – und wieda unt,
ois wia won a si nit recht entscheiden kunnt“.

Beschreibungen und Ausdrücke

Tiar = Türe
krad = gerade
Natz = Ignaz (abgekürzt)
awenk = ein wenig
hommb mi = haben mich
aufamoi = auf einmal
dauasch = dauert
Keschz = Kerze
valisch = auslöscht
ins pflanzen = uns necken, ärgern
wear i bes = werde ich böse
Woikn = Wolke
a Lechei = ein kleines Loch
iwasegn = übersehen
glegn = gelegen
eichispiebn = hinein gebrochen