Fisch

Das Bild zum Gedicht

Fisch
Zusammenfassung
195 Fisch 2011

ein nachdenkliches Gedicht zum Fehlen von schneidigen Persönlichkeiten und dem Willen etwas zu ändern
Zum Vorlesen hier klicken!

S’Wassal is sauwa, klor wia a Diamant
denk ma, dass do die Fischei glücklich sand.
Schwanzeln zwischen die Stoa, es is a Freid,
schau gern zua, is schee, dass des bei ins geit.

Schwimmand an Boch auffi, und wieda zrugg
hupfen aussa und fongand adiam a Mugg,
Vastecken, aussaschiassen, sie gegan Strom stöhn
die Chancen nutzen, kämpfen, zoang wos wöhn.

Auf oamoi sich i an weissen Bauch vou mir schwimma
mit dem Fischei ku decht nimma gorois stimma!
Treib flussoweaschz, schlog auf die Stoa
ma sicht glei, do nutzt nix mehr, do kust nix toa!

Da kimmb ma wieda insre Politik in Sinn!
Siggst oiwei wieda die weiße Beich an Fernsehn in!
I fircht grob, mei Analyse die weascht stimma:
Tote Fisch kinnand hoid nimma gegan Fluß schwimma!

Beschreibungen und Ausdrücke

s'Wassal = das Wasser
sauwa = sauber
Boch = Bach
zrugg = zurück
hupfen aussa = springen heraus
fongand = fangen
adiam = manchmal
Mugg = eine Mücke
aussaschiassen = heraus schießen
gegan = gegen
stöhn = stellen
zoang wos wöhn = was sie wollen
auf oamoi = auf einmal
gorois = gar alles
flussoweaschz = flussabwärts
siggst oiwei = siehst immer
fircht grob = fürchte grob