Gott sei Dank

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gockelhahn
Zusammenfassung
74 Gott sein Dank

nach einem Witz - Kommunikation mit einem Feriengast
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Insa Land is schee – des wiss ma oi,
ma heaschtz a vo die Fremben iwaroi,
vü kemmand ja vo gonz weit her
und kennand des Landlebn nimma mehr.

Sie wundern sie iwa d’Ressa, d’Kia und d’Goas
und mia wundern ins, das ma des ois schon nimma woas,
fie di Stadler is hintern Zaun ois Obenteuer,
owa’s Ugreifen is ea nit geheuer.

So wor’s a beim Hinterhuberbauer.
Es spaziert vorbei a gonz a Schlauer
und schaug sie des Leben am Hof gut u –
noch oana Bois fong a zun Frogn u:

„Sie, ich seh da drüben auf dem Mist
den herrlich bunten Hahn, der da drüben ist!
Mir fällt nur auf, dass wenn er kräht,
sein Blick jedes Mal gen Himmel geht!“

„Es sieht so aus, als würde er ein Gebet zum Himmel schicken
guter Mann, wissen sie, wie diese Viecher ticken?“
Der Bauer lachit a wenk und schaugg gonz vadommb:
„Er sog an Herrgot donkschee, dass d’Henna koa Untahos u hommb!“

Beschreibungen und Ausdrücke

heaschtz = hört es
iwaroi = überall
kemmand = kommen
d 'Ressa = die Pferde (Rösser)
d'Kia = die Kühe
d'Goas = die Ziegen
d'Stadler = die Stadtbewohner
Bois = eine Weile
zun Frogn = zum Fragen
lachit = lacht
vadommt = verschmitzt