Hardi Gatti

Das Bild zum Gedicht

Fluacher
Zusammenfassung
14 Hardi Gatti

dem schönen Tirol gewidmet - in einen Fluch verpackt
Zum Vorlesen hier klicken!

Hardi Gatti – is des schee,
won i vou de Haustier geh!
Links die Grasberg – zun Wandern schee,
rechts da Koasa – aufn Gipfi lieg no Schnee.

Verfluachte Gaudi – wonn i da sog,
das i des Brixental gern mog!
Wo d’Leit no Grias di“ und „Pfiati“ sogn
rund um d’Hittn ningascht an Saustoi vertrogn.

Die guade Luft, des’d scho bein Einschaufn gwoscht,
boid nit a so a Saubeitl mit da Gülle foscht!
Des guade Wasser – vo den hamma an Haufn-,
is so sauwa, kunnst aus da Klomuschel saufn!

Kreiz Kruzifix – mit’n Weda homma so an Reim!
An Summa gnuag Regn, an Winta tuat’s schneim.
an Fruajahr die Wies‘n so schee bliat,
die Farbnpracht im Herbst is guat fia‘s Gmiat.

Fü Leit gengan an Sunntag a da Kirch zur Beicht,
i tua ma da recht hoscht – nit leicht!
Da Pfarra sog oiwa, i soid nit so fü fluachn,
ja Kruzi Türggn – owa so was wia‘s Brixntoi muast suachn!

Beschreibungen und Ausdrücke


Fluacha = Flucher
Hardi Gatti = unübersetzbarer Fluch
Verfluachte Gaudi = Fluch
Koasa = Kaisergebirge
Gipfi = Gipfel
Brixental = der Talname in Tirol
d 'Leit = die Leute
Grias di = Grüße Dich
Pfiati di = Gott behüte Dich
sogn = sagen
Hittn = Haus, Hütte
ningascht = nirgends
Saustoi = Schweinestall, Schlamperei
Einschnaufn = einatmen
gwoscht = spürt
boid = wenn
Saubeitl = Schimpfwort
Gülle = Jauche
foscht = fährt
sauwa = sauber
Weda = Wetter
Reim = Glück
Gmiat = Gemüt
gengan = gehen
hoscht = hart, schwer