Künstliche Intelligenz

Das Bild zum Gedicht

Siri
Zusammenfassung
362 Künstliche Intelligenz
Gedicht Jänner 2018

ein praktisches Beispiel, was uns in Zukunft ins Haus stehen wird, wenn die Maschinen die Macht übernehmen!
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Die Greti häd gean an Monn kennag’leand
sie hoffat, dass gonz romantisch zu an Paal weand!
Dass er vor lauta Liebe gonz vaschmocht,
an Orm ummaleg, Blumen bring, Komplimente mocht.

Bei d’Schützen is sie  ois Marketenderin eintreden,
wei’s do sicher an gonzen Haufen Mander häden,
bei d’Jungbauern is sie Obfrau-Stöhvatreterin wohn,
do ku’s mit die feschen Manda ummafohn.

Klopp owa nid, hod ois prowiascht,
sie is gonz traurig, deprimiascht!
Von Tinder hod’s im Facebook g’heascht,
des muass prowian – vielleicht das des wos weascht!

Damit’s sicha klopp, des waar ihr Züh,
hod’s a bei Parship no a nois Profüh,
so wischt’s am Handy jeden Tog,
hoffat, das oana dabei is, den sie mog.

Die meisten woind nur Sex, owa nid mehr!
D’Liab ambulant – sie häd’s owa liawa stationär!
Des is nid, wos die Erwartungen send,
wüh nid ins Bett hupfen, boids’n nid gscheit kennt!

Auf’n Handy gibbs die SIRI – de woas vüh!
„Tagchen“ sogg’s – und wo sie wüh:
„Siri, warum ku koan netten Monn daglonga?“
So woit’s die Frogarei u’fonga.

„Ich kann deine Frage nicht versteh’n!“,
vielleicht ku des nur auf Hochdeitsch geh’n:
„Siri, ich will dich bitte höflich fragen,
warum bekomme ich keinen Mann, kannst’d mir das sagen?“

Es kemmand Vorschläg, die sie oi scho kennt,
wei’s Tinder, Facebook oder ähnliche Seiten nennt,
so geht’s a Bois dahi, da reißt ihr die Geduid:
„Siri, die Frog is oafach, wos is SCHUID?

Sie mecht an liabsten s’Schrein u’fonga:
„Warum is gor so schwaar, an g’scheiden Monn z’dag’longa!“
Die SIRI is staad, denk noch, reagiert vahoitn
auf oamoi mochts „Klick“ und die Selfie-Kamera is eing’schoitn.

Beschreibungen und Ausdrücke

Die Greti hätte gerne einen Mann kennengelernt
und dass sie ganz romantisch zu einem Pärchen werden!
Dass er vor lauter Liebe ganz zerschmilzt,
den Arm um sie legt, Blumen bringt, Komplimente macht.

Bei den Schützen ist sie als Marketenderin eingetreten,
weil sie das sicher einen ganzen Haufen Männer hätten,
bei den Jungabuern ist sie Obfrau-Stellvertreterin geworden,
da kann sie mit den feschen Männern herumfahren.

Klappt aber nicht, hat alles probiert,
sie ist ganz traurig, deprimiert!
Von Tinder hat sie im Facebook gehört,
das muss sie probieren, vielleicht dass das was wird!

Damit es sicher klappt, das wäre das Ziel,
hat sie bei Parship noch ein neues Profil,
so wischt sie am Handy jeden Tag,
hofft, dass einer dabei ist, den sie mag.

Die meisten wollen nur Sex, aber nicht mehr!
Die Liebe ambulant - sie hätte es aber lieber stationär!
Das ist nicht, was die Erwartungen sind,
will nicht ins Bett hüpfen, wenn sie ihn nicht richtig kennt!

Auf dem Handy gibt es die SIRI, die weiß viel!
"Tagchen" sagt sie - und was sie will:
"Siri, warum kann ich keinen Mann bekommen?"
So wollte sie die Fragerei anfangen.

"Ich kann deine Frage nicht verstehen!"
Wahrscheinlich wird das nur auf Hochdeutsch gehen:
"Siri, ich will dich bitte höflich fragen,
warum bekomme ich keinen Mann, kannst du mir das sagen?"

Es kommen Voschläge, die sie alle schon kennt,
weil sie ja Tinder, Facebook oder ähnliche Seiten nennt,
so geht es eine Weile dahin, da reißt ihr die Geduld:
"Siri, die Frage ist einfach: Was ist SCHULD?

Sie möchte am liebsten zum Schreien anfangen,
"Warum ist es gar so schwer, einen gscheiten Mann zu bekommen!"
Sie SIRI ist ruhig, denkt nach, reagiert verhalten
auf einmal macht es "Klick" und die Selfie-Kamera ist eingeschalten.