Ostagoggei

Das Bild zum Gedicht

osterei
Zusammenfassung
125 Ostagoggei

ein Liebesgedicht
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Des Oarpecken is bei ins da Brauch und des Gedicht
vazöht vom Greadonnastog und vo da Gschicht,
dass’s die Oar an Zauber mitgebn kust, dass’d  Oar nicht leicht springa
und mit soane kust beim Pecken eigentlich nur gwinga.

Ob Osch auf Osch – oda Spietz auf Spietz, des spüht koa Roin
mit so oan Oar weascht da a jed’s onare Ostagoggei hoin,
mit so an Oar geling da ois, was Du gean mext
rot gfarb, glonzat vo da Speckschwascht und a wenk vahext.

I hu Di zwor nit an Greadonnastag troffen
fie mie bist wia des vahexte Ostagoggei, drum mecht i hoffen,
dass insa Liab koan Sprung kriag –     wei mit Dir zomm is schee,
mit Dir gwing i im Leben ois – mit Dir mecht i durch’s gonze Leben gee!

Beschreibungen und Ausdrücke

Ostagoggei = Osterei
Oarpecken = Eier-Pecken
vazöht = erzählt
Greandonnastog = Gründonnerstag
gwinga = gewinnen
Osch auf Osch = breites Ende auf breites Ende (Arsch auf Arsch)
Spietz = Spitz (spitzes Ende)
Roin = Rolle
weascht = wirst
onare = andere
gean mext = gerne möchstes
gfarb = gefärbt
glonzat = glänzend
Speckschwarscht = Speckschwarte (zum Einreiben)
a wenk = ein wenig
i hu Di = ich habe Dich