Poetisch

I hu long iwalegg, wia i das sog,
wia liab dass i di hu, wia gean i die mog.
Soid vom Heaschz’n kemma, soid nid kitschig sei,
gonz ehrlich klinga, des waar hoid fei.

Glei in da Friah, boidst zu mir herkimmst
und mi fie a Bussl in die Arme nimmst,
woas i, heid ku nimma vüh Schlecht’s passian,
des ku i durch dein Pyjama g’spian.

I tua an Decki ocha vo da Mamalad,
is, wia wonn i mid dia die Been brocken tat,
der Duft is sias ois wia der vo deine Hoor,
erinnat mi, wia schee da Somma woor!

Denk an die vühn unvagesslichen Tog midanond,
boid ma auf die Berg gehn’d, gemeinsam in den Urlaub fohnd,
auf insare Kinda stoiz send, mid ea lochen,
beobachten, wia sie ihren eigenen Weg mochen.

Boid i durch die Duschkabin siech, wia’st du die duscht
und nocha nockat ummi ins Schlofzimmer huscht,
weascht ma oiwei no onascht, do muas i mi g’schlein,
wei mitnond unta da Tuchant, bualein des is fein!

G’frei mi, wenn ma midanond essen,
so wia du kochst, do kust jede Gourmet-Kuchi vagessen!
S’Haus, da Goscht’n – ois so schee beinond,
do siecht ma hoid iwaroi die fleissige Hond.

Ehrlichkeit, Vertrauen send so wichtig,
do liegen mia zwoa owa genau richtig!
Dass’d fesch bist, ist vom Lottosechsa die Zusatzzoih,
dafie donk i a Herrgott oiwei wieda amoi.

I hu nua oan Wunsch: Es is so schee,
mecht bis in alle Ewigkeit mit dir durch’s Leben geh,
mecht das ma alle Tog mitnond gestoit’n
und weida des gemeinsam’s Gfüh vo Liab entfoit’n.

Nochdem i decht a wenk poetisch vaonlogt bin,
kimmb ma a scheena Spruch in Sinn:
„I tat hoit gean dei Fuasspüz sei,
den weascht ma nid leicht los und des waa fei!“