S’Bandl

Das Bild zum Gedicht

Spinat
Zusammenfassung
122 S'Bandl

Kindermund - eine logische Folgerung
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Die Oma lieg im Krankenbett,
sie hommb’s an Mogen oparierscht – es wor nit nett!
Es geht owa scho wieder bergauf – es weascht scho wean,
sie hot ugruafen – sie sach ihr Enkei gern.

An Samstag bei da Besuchszeit is a kemma,
woid unbeding soiwaprockte Bleami mitnemma!
A gonz a liab’s Bürschl, so aufgweckt und schlau,
dem kimmb nix aus – der sicht ois genau!

„Oma, wos steht auf dem weissen Bandl auf dein Glenk!“
Er hot vor Aufregung schiaga koa Zeit fie’s Bussl  und fie’s Gschenk.
„Woaßt Bua, do steht wos i hu, und wia i hoass
und wo’s mi opariert hommb, damit des jeder woass!

Damit’s wissen, wöche Tabletten das i brauch
und i des richtige zun Essen kriag – i find des schlauch!“
s’Mannei drauf: „Boid i amoi do eicha muas, dann bitt ich enk gooonz schee:
Nocha muas auf dem Bandl gonz dick und     fett “Spinat” obn steh!

Beschreibungen und Ausdrücke

Mogen = Magen
oparierscht = operiert
ugruafen = angerufen
sach = würde gerne sehen
soiwaprockte = selbst gepflückte
Bleami = Blumen
Glenk = Gelenk
schiaga koa = fast keine
wos is hu = was ich habe
wia ri hoass = wie ich heisse
eicha = herein