wia geht’s – wia steht’s

567 wia gehts, wia stehts

Boidst a wenk in die Jah’l kimmst,
is guad, boidst‘d a adiam a Boisei nimmst,
schaust, wo’st steh’st, muasst ehrlich sei!
Nid ois woos do daherkimmb is oiwei fei!

Ideal waa’s Leben wia a Wäscheleine,
mit vüh Kluppen die hemb, des waa des feine,
da Wind waht fei, die Sunn scheint müh’d,
des waa fie mi des ideale Lebensbüd.

So woor’s fi mi nid oiwei, die Kluppen woo’n rar,
g’schitt hod’s wia wonn die Woid glei untagonga war,
da Wind hod doscht und do a Loch aussag’rissen,
zu deasen Zeit hod ma do owa nid long ummag’schissen!

Bualein, nid oiwei homm die Kluppen k’hebb!
Vüh dreckige Wäsch hu i am Boden dalebb!
Aufklaub’n, no amoi woschen und weida hoffen,
na, an Ufong is des mid da Leine nid guad g’loffen!

Auf oamoi hu i a Hüf kriag, do hu i’s g’spiascht,
jetz weascht ois onascht, dass’s jetz funktioniascht,
da Weichspüler fi’d Wäsch, koa Wind, koa Regen,
dazua no die Kluppal’n der Kinder, des woor a Segen!

Jetz a no die Kluppal’n vo die Enkei, de gonz fest heben!
D’Gsundheit passt a, jo, es is a wundaschee’s Leben,
so häng i auf da Lebensleine, die Sun is müd,
a fei’s Lüftei da Liab wahd um mi, is a schee’s Büd!

In dia Zeid’n, wo die Kaktus des Lebens ummag’stonden send,
hu ma jo decht recht oft an Stochi auf meine Weg eichig’rennt!
Liegen oi weit hinta mia, send vagessn und vorbei,
schweb auf meiner Leine weit driwa, füh mi frei!

Dia Gedonken kemmand ma, boid i auf’n Berg obn steh,
oda oafach mit dia amoi a Drimmi geh,
bei mia waht der Wind fei, die Sunn is fei,
jo, i bin meine vüh’n Kluppal’n donkbor, genau so soid’s sei!

Zusammenfassung

567 wia geht's - wia steht's
Gedicht Monat November 2026

Gedanken anlässlich meines (79) Geburtstages
ein Liebesgedicht an meine Familie

Type: persönlich

Beschreibungen und Ausdrücke

Wenn du ein wenig in die Jahr kommst,
ist es gut, wenn du dir manchmal eine Weile nimmst,
schaust, wo du stehst, musst ehrlich sein!
Nicht alles was da daherkommt ist immer fein!

Ideal wäre ein Leben wie auf einer Wäscheleine,
mit vielen (Wäsche-)Kluppen die halten, das wäre das feine,
der Wind weht fein, die Sonne scheint mild,
das wäre für mich das ideale Lebensbild.

So war es für mich nicht immer, die Kluppen waren rar,
geschüttet hat es, wie wenn die Welt gleich untergegangen wäre,
der Wind hat da und dort ein Loch herausgerissen,
zu dieser Zeit hat man da aber nicht lange herumgemacht!

Mein lieber Mann, nicht immer haben die Kluppen gehalten!
Viel Schmutzwäsche habe ich am Boden erlebt!
Aufklauben, noch einmal waschen und weiter hoffen,
nein, am Anfang ist das mit der Leine nicht gut gelaufen!

Auf einmal habe ich eine Hilfe bekommen, da habe ich gespürt,
jetzt wird alles anders, dass es jetzt funktioniert,
der Weichspüler für die Wäsche, kein Wind, kein Regen,
dazu noch die Kluppen der Kinder, das war ein Segen!

Jetzt auch noch die Kluppen von den Enkeln, die ganz fest halten!
Die Gesundheit passt auch, ja, es ist ein wunderschönes Leben,
so hänge ich auf meiner Lebensleine, die Sonne ist mild,
ein feines Lüftchen der Liebe weht um mich, ist ein schönes Bild!

In denen Zeiten, wo die Kaktus des Lebens herumgestanden sind,
habe ich mir doch recht oft einen Stachel auf meinem Weg hineingerannt!
Liegen alle weit hinter mir, sind vergessen und vorbei,
schwebe auf meiner Leine weit darüber, fühle mich frei!

Diese Gedanken kommen mir, wenn ich auf den Bergen oben stehe,
oder einfach mit dir ein Stück des Weges gehe,
bei mir weht der Wind fein, die Sonne ist fein,
ja, meinen vielen Klupperln dankbar, genau so soll es sein!