Schmetterling

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350 Schmetterling
Zusammenfassung
350 Schmetterling
Jubiläumsgedicht Juli 2017

eine Liebesgeschichte zwischen zwei Ungleichen
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Die Chantal hod an Hansi kenna g’leand,
ihr wor sofort klor, dass sie a Paal weand!
Sie is aus Deitschlond, orweit in da Boutique,
a tiroler Bauanbua –  des waa ihr Glick!

Da Hansi geht no in d’Weitau,
wos a amoi wean wü, woas er genau,
orweit dahoam am Hof, mecht Baua wean,
da Chantal g’foid des, si besuachtn gean.

Ihr Hansi is dahoam bein Heigen,
sie sicht’n flott in Traktor steigen,
mei, so a Monn! Er schaugg a so guad aus,
mit’n Untaleiwi und sein Kappei aus’n Logahaus!

Wira mit da Gowi in des Hei eichisticht!
Und auf’n Lodewogn des Fiadal richt!
Sei Owakörper muskulös und braungebrannt,
denkt si, dass er leicht bei die Chipendale mittoan kannt!

Sie söhm tuat a wenk nochiputzen,
und die Riil mit’n Rechen oichischutzen,
wias an Hansi zuaschaut kimms ins Trama,
trauat se des nid laut z’sogen, sie tat sie schama!

Beim Marend’n gibbs an Hollasoft,
a guads Brot, an Speck, des gibb wieda Kroft.
Die Chantall load bei Hansi, gonz vaschwitzt,
sie is oafoch nua glücklich, dass bei ihrem Schatzi sitzt.

Sie druckt si zuachi zu seine Oberorm,
ihr weascht direkt schwindlig und gonz worm,
er g’schwoscht, mit sein Dianei muas wo sei!
Die Innigkeit, die a g’spiat is scho gonz fei!

„I hab so ein Kribbeln, merk dass ich dich brauch,
die Schmetterlinge wurdeln gerade so im Bauch!“
Da ist da Punkt, wo’s da Hansi voi Liab in seine Orme nimmt:
„Geh Chantall – weist a oiwei ois isst, wo’s da so untakimmb!“

Beschreibungen und Ausdrücke

Die Chantal hat den Hansi kennengelernt,
ihr war sofort klar, dass sie Paar werden!
Sie ist aus Deutschland, arbeitet in der Boutique,
ein tiroler Bauernbub - das wäre ihr Glück!

Der Hansi geht noch in die Weitau, (landwirtschaftliche Fachschule)
was er einmal werden will, weiß er genau,
arbeitet zu Hause am Hof, will Bauer werden,
der Chantal gefällt das, sie besucht ihn gerne.

Ihr Hansi ist zu Hause bei der Heuernte,
sie sieht ihn flott in den Traktor steigen,
mei, so ein Mann! Er schaut so gut aus,
mit seinem Unterleibchen und seiner Kappe aus dem Lagerhaus!

Wie er mit der Gabel in das Heu hineinsticht!
Und auf dem Ladewagen die Ladung richtet!
Sein Oberkörper muskulös und braungebrannt,
denkt sich, dass er leicht bei den Chipendales (Männerstripgruppe) mitmachen könnte!

Sie selber putzt ein wenig an den Rändern nach,
und schiebt die Heurillen nach unten,
wie sie den Hansi zuschaut kommt sie ins Träumen,
würde sich das nicht laut sagen wollen, sie würde sich schämen!

Bei der Jause gibt es Hollersaft,
ein gutes Brot, einen Speck, das gibt wieder Kraft!
Die Chantal lehnt sich beim Hansi an, ganz verschwitzt,
sie ist einfach nur glücklich, dass sie bei ihrem Schatzi sitzt.

Sie drückt sich an seinen Oberarm,
ihr wird direkt schwindlig und ganz warm,
er merkt, mit seinem Mädchen muss was sein!
Die Innigkeit, die er spürt ist schon ganz fein!

"Ich hab so ein Kribbeln, merke dass ich dich brauche,
die Schmetterlinge wurdeln gerade so im Bauch!"
Das ist der Punkt, wo sie der Hansi voller Liebe in seine Arme nimmt:
"Geh Chantall - weil du auch immer alles isst, was dir so unterkommt!"