Zentralmatura

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397 Zentralmatura
Zusammenfassung
399 Zentralmatura
Gedicht August 2019

Gedanken zum Zwang, Formeln und eher sinnlose Mathematik-Aufgaben durchzupressen

Bild Kurt Pikl, Acry 50 cm x 40 cm
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Die Aufregung um die Mathe-Matura is wieda groß,
feascht wor jo iwaroi da Toifi los!
Fost a Viascht’l vo die Schüler hommb’s nid g’schafft,
die Sorg wor groß, dass hoia wieder so bled lafft!

Die junga Leid kinnand vor lauta Panik nimma schloffen,
nemmand Tabletten damit’s die Prüfung schoffen,
a wenk aussafordern ist guad, Leistung z’valonga,
i glaab owa, do send die Lehrer scho a wenk zu weit gonga!

Die Frogen woon kompliziasch und  scho a wenk b’sunna,
vühd’s long, i moa, do hod sie wer ausg’spunna,
da noie Minister hofft mid seiner Kommission,
dass vaständlicher weascht, damit’s bessa fohn.

A da Zeidung liest ma oiwei wieda wos aso frogn,
boid i ma des u’schau muas i decht mei Meinung sogn:
Wer braucht des wirklich, muas des scho sei?
Do amoi driwa nochdenken fand i fei.

Mia hommb Computer, dia soidn des fie ins mochen,
mia reden vo künstlicher Intelligenz und onare Sochen,
„deap learning“ und wos ma siest no aus die Ärmi beideln
und in jeden Bereich des Lebens ummag’scheidln.

Los amoi a kloas Kind a Haus zeichna oda bauen!
Weascht sechen, dass dia onasch wia dia vo di Dawox’na ausschauen!
Vielleicht mit runde Fenster, des Doch gonz schief,
nid dreieckad, vielleicht bogen – hoid kreativ.

„Na, des Doch is a Dreieck, die Haustiar is unten,
die Fenster viereckad!“ hoffen, dass ma’s beinflussen kunnten.
Irgendwonn schaugn die Heisa donn wirklich a so aus,
damit lösch ma die neichen U’sätz im Hirnkastl aus.

I find, dass ma mehr auf Kreativität soind schauen
und ins onare Lösungsansätz akzeptieren trauen!
Ins noie Wege iwaleg’n, eigene Gedonken mochen,
damit ma nid  irgendwonn mid an Computastecka im Oasch aufwochen.

Beschreibungen und Ausdrücke

Die Aufregung um die Mathematik-Matura ist wieder groß,
voriges Jahr war ja überall der Teufel los!
Fast ein Viertel der Schüler haben es nicht geschafft,
die Sorge war groß, dass es heuer wieder so läuft!

Die jungen Leute können vor lauter Panik nicht mehr schlafen,
nehmen Tabletten, damit sie die Prüfung schaffen,
ein wenig herausfordern ist gut, Leistung zu verlangen,
ich glaube aber, da sind die Lehrer schon ein wenig zu weit gegangen!

Die Fragen waren kompliziert und schon ein wenig sonderbar,
viel zu lange, ich meine da hat sich jemand ausgesponnen,
der neue Minister hofft mit seiner Kommission,
dass es verständlicher wird, damit sie besser fahren.

In der Zeitung liest man immer wieder, was sie so fragen,
wenn ich mir das anschaue muss ich doch meine Meinung sagen:
Wer braucht das wirklich, muss das schon sein?
Da einmal darüber nachdenken fände ich fein.

Wir haben Computer, die sollen das für uns machen,
wir reden von künstlicher Intelligenz und anderen Sachen,
"deap learning" und was wir sonst noch aus dem Ärmel schütteln
und in jedem Bereich des Lebens gescheit sind.

Lass einmal ein Kind ein Haus zeichnen oder bauen!
Du wirst sehen, dass die anders als die von den Erwachsenen ausschauen!
Vielleicht mit runden Fenstern, das Dach ganz schief,
nicht dreieckig, vielleicht gebogen - halt kreativ.

"Na, das Dach ist ein Dreieck, die Haustüre ist unten,
die Fenster viereckig!" hoffen, dass wir sie beeinflussen könnten.
Irgendwann schauen die Häuser dann wirklich so aus,
damit löschen wir die neuen Ansätze im Hirnkastl aus.

Ich finde, dass wir auf mehr Kreativität schauen sollen
und uns eigene Lösungsansätze akzeptieren trauen!
Uns neue Wege überlegen, eigene Gedanken machen,
damit wir nicht irgendwann mit einem Computerstecker im Hintern aufwachen.