Begräbnis

Vor’m Krematorium send gonz vüh Leit zammkemma,
um von Dr. Huber Abschied z’nemma.
Da Dr. Huber wor ois Herzkoryphäe weidum bekannt,
sie homb sogor a Spezialklinik noch eam benannt!

Des Enkei hod aus dem Leben von Opa wos vazöht,
vom Primarius wurden seine Leistungen vorg’stöht
und zwischendrinn heascht ma oiwei wieda ebban rean,
d’Familie, die Patienten – oi hommb den Verstorbenen so gean.

A Sänger sing „Oamoi sech ma ins wieda“ von Gablier,
die Witwe ku si nimma hoiten, der Schmerz, der tuat so weh,
die Schützen schießen a Ehrensoif, eh hibsch genau,
nur Trauer und Tränen wohi i schau.

Da Bürgermeister hoit no a kuschze Red,
wo’s um den Ehrenringträger Dr. Huber geht,
da Pforra is si sicher, dass a an Himmi kimmb,
die Menschen wissen, dass des stimmb!

Sie hommb a riesig’s Heaschz organisiascht!
Is so montiert, dass der Weg vom Sorg genau durchifiascht.
Es leicht feiarot, ois Symbol der Donkborkeit,
vo die Patienten denen nix mehr feit!

Wia da Sorg donn durch des Heaschz zum Foia geht
und die gonze Trauergemeinschaft andächtig ummasteht,
da Chor sing, die Musi spüht, es is so schee,
do gengand die Emotionen durch, ma ku’s vastee!

Nur am Rond steht oana, mid an Spitzbuam in die Augn!
Sein Frau stupst’n u und flüstert er soid nid so viwitzig schaugn!
Er ontwort: „I stöh ma des nur bei meinem Begräbis fie,
wos ebba do nocha dann, beim Chef der Gynäkologie!“